Route 5


ca. 10,3 km
Naturdenkmale in Dahlewitz

Bereits am Bahnhof Dahlewitz begrüßt den Besucher auf der östlichen Seite die am Bahnhofsplatz stehende mächtige Stieleiche (ND8). Dieser ca. 120-150 Jahre alte Baum wurde noch vor der Errichtung der Bahnstation an der damaligen Hauptverkehrsstraße zwischen Königs Wusterhausen und Potsdam gepflanzt. Unweit vom Bahnhof, im Park findet man das nächste Naturdenkmal – eine Maulbeere (ND9). Ob diese noch aus der Zeit, in der in Brandenburg diese Bäume zur Nahrung für die Seidenraupenzucht angepflanzt wurden stammt, oder als Gestaltungselement mit der Siedlungsentwicklung gepflanzt wurde, ist nicht bekannt.

Die mit einer geschlossenen, ca. 80 Jahre alten Lindenallee bestandene Brechtstraße links liegen lassend folgen wir der großzügig mit Kastanien bestandenen Parkstraße in Richtung Blankenfelder See. Am Ende finden wir  auf einem Grundstück, dass früher mal den Zugang zum Blankenfelder See bildete, drei mächtige Eichen (ND10). Sie sind bisher noch nicht als Naturdenkmal ausgewiesen. Von hier führt  die Waldstraße, mit ihren schönen Platanen in Richtung Rangsdorf (siehe Route 3 und 4).

Wir kehren jedoch zurück zum Bahnhof Dahlewitz und überqueren die Bahn und biegen unmittelbar hinter der Schranke in den Fußweg nach links ab. Nach kurzer Wegstrecke erreicht man hier die Ahornstraße, deren Baumbestand ebenfalls eine fast geschlossene Allee bildet. Mit Erreichen der Feldstraße links abbiegen und weiter bis zum Liekes Pfuhl. Dieser kleine, gehölzumrahmte See liegt mitten in Feldern und entstand aus der Grundwasseransammlung, als 1938 Sand für die Aufschüttung des im Sumpf versunkenen Bahndammes der benachbarten Dresdner Strecke benötigt wurde.

Von dem nun in östliche Richtung führenden Feldweg öffnet sich nach Norden der Blick auf die Schilf und Erlenbestandenen ehemaligen Torfstiche am Glasowbach und nach einer kurzen Strecke auch der Blick auf den nördlichen Ortsrand von Dahlewitz bzw. nach Norden in Richtung Glasow und Kienitzberg. Vorbei am ehemaligen Mühlenstandort (MO13) und weiter die alte B 96 nehmend erreichen wir den Dorfanger des Gutsdorfes Dahlewitz.

In der Mitte, auf der östlichen Seite des Dorfangers begrüßt uns ein Naturdenkmal, eine mächtige Ulme (ND1). Sie ist ca. 250 Jahre alt und mit dem Stammumfang von 5,68 m wohl der dickste Baum von Dahlewitz. Unweit davon, direkt am Gutshaus findet sich eine stattliche Linde (ND2), die ebenfalls mit dem Eulenkennzeichen als Naturdenkmal zu erkennen ist. Im Gegensatz zum Gutshaus sind die auf dem Gutsgrundstück befindlichen Bäume (drei Platanen auf Höhe des Wasserturmes, mehrere Linden direkt hinter dem Haus und die Blutbuche vor dem Gutshaus bis heute gut erhalten und sehenswert. Unter den stattlichen Bäumen auf dem Dorfanger findet sich auch eine Linde (ND3), die ebenfalls als Naturdenkmal gekennzeichnet ist. Ihr 4,80m dicker Stamm ist gespalten und mit vielen „Augen“ versehen. Trotzdem trägt sie eine mächtige Krone.

Verlassen wir den Anger in Richtung Groß Kienitz, erreichen wir nach kurzer Wegstrecke die nach Süden abgehende Kastanienallee (ND4). Sie markiert eine alte Wegeverbindung vom Gut Dahlewitz nach Klein Kienitz. Auch sie ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Ihr folgen wir nur bis zur Hälfte und durchqueren die Gewerbegebiete von Dahlewitz in Richtung Kreisverkehr und weiter zum Eschenweg. Die hier den Weg säumenden Bäume gaben dem Weg seinen Namen und markieren eine alte Wegeverbindung in Richtung Süden. Nachdem auch die Autobahn überquert ist, erreichen wir die Löschegrabenniederung. Hier steht in östliche Richtung frei in der Niederung eine alte Sumpfeiche (ND7).

Wenden wir uns nach Westen und folgen dem Weg parallel zur Autobahn, findet sich kurz vor Erreichen der Waldkante eine botanische Rarität. Drei Gleditschien (auch Christusdorn genannt) (ND5). Diese, als Naturdenkmale geschützten, stachelbewehrten Stämme und Äste erkennt auch der ungeübte Betrachter. Von hier folgen wir der Route 2 und erreichen auf ihr wieder den Bahnhof von Dahlewitz.

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