Der ehem. Blankenfelder See

Die Gemarkung Dalewitz wird nordwestlich und westlich von der Glasowbach-Niederung gegenüber Glasow und Blankenfelde begrenzt. Der Glasowbach beginnt westlich von Selchow und endet in der Krummen Lanke und damit im Rangsdorfer See. Sie sind Überbleibsel einer in nord-südlicher Richtung verlaufenden Schmelzwasserrinne.

In dem seit Jahrtausenden fortschreitenden Verlandungsprozess war auch der noch bis in die 1930er Jahre vorhandene Blankenfelder See einbezogen, der über die heutige Krumme Lanke mit dem Rangsdorfer See verbunden war. In alten Karten und Lehnsurkunden wurde er als Die Lanke, Die Krumme Lanke oder auch als „Der See, die Lanke genannt“ bezeichnet.

Der Ortsname Dahlewitz lässt den Bezug zur Landschaft erkennen; er bedeutet vom alten slawischen Dolwiz abgeleitet: Ansiedlung im Tale. Im 7. Jahrhundert siedelten Slawen in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Blankenfelder Sees.

In den ausgedehnten sumpfigen Randbereichen fühlen sich nicht nur zahlreich vorkommend Wildschweine wohl. Das ausgewiesene Naturschutzgebiet Blankenfelder See bietet Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. In dem relativ kleinen Gebiet wurden ca.70 verschiedene Vogelarten nachgewiesen. Eine Besonderheit ist der bundesweit vom Aussterben bedrohte Fischotter.

Zu jeder Jahreszeit lohnt es sich, auf einem 7 km langen Wanderweg, dem gut ausgewiesenen Naturpfad, von der Waldstraße in Dahlewitz kommend, die Schönheiten der Natur zu betrachten.

Beim Einbiegen in den Waldweg Richtung Autobahn sehen wir am Mönchspfuhl die Baumschwestern.
Am nördlichen Ende des Rangsdorfer Sees vorbei führt der Rundweg auf der westlichen Seite (Blankenfelde) vielfach direkt am Glasowbach entlang. Man genießt die romantischen Ausblicke, hört den Vogelgesang und lässt sich von den zahlreichen Naturhinweisen an diesem Erlebnisweg gern belehren, der mit vielen Ruheplätzen ausgestattet ist.

Quelle:
 Materialsammlung des Vereins Historisches Dorf Dahlewitz e.V.
23.2.2009, VS

weitere Informationen:
Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg e.V., Waldhaus

Kommentare sind geschlossen