Friedhof und Friedhofskapelle

Der Kirchhof mit der Kirche wurde inmitten des vermutlich im 13. Jahrhundert entstandenen Angerdorfes angelegt und bis Ende des 19. Jahrhunderts (1889) als Friedhof genutzt. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts waren noch Reste alter Grabstätten erhalten.

Für ehemalige feudale Gutsherren befand sich unter der Patronatsloge eine Gruft; sie wurde im Jahre 1861 bei der großen Renovierung im Innern der Kirche zugeschüttet.

An der inneren südlichen Kirchenwand sind drei Kindergrabsteine der Söhne des Gutsbesitzers Baldasar von Otterstedt aus den Jahren 1595, 1597 und 1602 eingelassen.

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts war geplant, den Friedhof außerhalb des Dorfes an den Rangsdorfer Weg zu verlegen, wo er sich seit der Wende zum 20. Jahrhundert befindet.

Die Friedhofskapelle mit Leichenhalle wurde im Jahre 1913 im historisierenden Stil erbaut. Bis in die 70er Jahre betrat man den Friedhof durch ein Tor der nördlich gelegenen Friedhofsmauer und schritt über den Hauptweg zum Eingang der Kapelle. Dieser Weg war in seiner Achse auf die Sicht zur Dorfkirche hin ausgerichtet.

Wenige alte Grabstätten, die noch nicht eingeebnet sind, werden im historischen Interesse erhalten und bewahrt werden.

Seit dem Jahre 2001 können auf der neu angelegten Wiese im südlichen Friedhofsteil anonyme Urnenbeisetzungen stattfinden.

Im Jahre 1945 wurden auf dem Friedhof ein unbekannter deutscher Soldat und in einer weiteren größeren Grabstätte sechs unbekannte deutsche Soldaten beigesetzt. Die Grabstätten wurden von Bewohnern der Gemeinde und der Gemeindeverwaltung, in den letzten Jahren von der Kriegsgräberfürsorge unterstützt, gepflegt.

Nach einer Bitte der Gemeinde veranlasste die zuständige Kriegsgräberfürsorge der Kreisverwaltung Teltow-Fläming im Jahr 2003 die Umbettung der sterblichen Überreste der Soldaten und gestaltete eine entsprechende Gedenkstätte.

Quelle:
 Materialsammlung des Vereins Historisches Dorf Dahlewitz e.V 
23.1.2009, VS

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